Kurs-Tipp: Akustik-Gitarre lernen für Anfänger
- Anbieter: meineMusikschule.net, Lehrer Bernhard Galler
- Für: Anfänger und Wiedereinsteiger, ohne Vorkenntnisse
- Umfang: über 200 Lehrvideos, Lernplan für 12 Monate, Noten und PDFs zum Download
- Preis: Testmonat 4,90 €, danach 27 € im Monat, jederzeit kündbar; alternativ 239 € für ein Jahr
- Sicherheit: 14 Tage Geld-zurück-Garantie
* Partnerlink: Bei einer Buchung erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht. Preise laut Anbieter, Stand 17.10.2026.
Weiterer Kurs-Tipp: Gitarre lernen in 4 Wochen (Crashkurs)
- Anbieter: gitarrencrashkurs.de, Lehrer Georg Norberg
- Für: Einsteiger, die ohne Noten Lieder begleiten wollen
- Inhalt: die wichtigsten Akkorde greifen und wechseln, Zupftechnik und Schlagrhythmus, Lieder frei begleiten
- Preis: 200 € einmalig, Zugang zu allen Videos für 1 Jahr
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Weiterer Kurs-Tipp: Gitarre ONLINE Elementar
- Anbieter: guitarschool.at
- Für: absolute Einsteiger, klassische Methode auf der Konzertgitarre (Fingerpicking)
- Umfang: über 65 Videos plus Kursbuch mit 36 Seiten als PDF, Grundlagen Notenlesen und Musiktheorie
- Preis: 96 € einmalig, unbegrenzter Zugang, keine monatlichen Kosten
- Sicherheit: 14 Tage Geld-zurück-Garantie
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Was du für den Start wirklich brauchst
Die Liste ist kürzer, als viele denken. Entscheidend ist weniger die Marke der Gitarre als ihre Bespielbarkeit: Liegen die Saiten zu hoch über dem Griffbrett, tut jeder Akkord weh und klingt trotzdem schnarrend. Lass eine neue oder gebrauchte Gitarre im Zweifel im Fachgeschäft einstellen, das kostet wenig und erspart viel Frust.
- Gitarre: Konzertgitarre mit Nylonsaiten (sanft zu den Fingern, gut für Klassik und Liedbegleitung) oder Westerngitarre mit Stahlsaiten (heller, lauter, typisch für Pop und Folk).
- Stimmgerät: ein Klemmstimmgerät für die Kopfplatte oder eine Stimm-App auf dem Handy.
- Plektrum: bei Westerngitarre ein mitteldickes, für den Anfang reicht ein Sortiment.
- Stuhl ohne Armlehnen und eine ruhige Ecke, in der die Gitarre griffbereit stehen bleibt – am besten auf einem Ständer statt in der Tasche.
- Lernmaterial mit rotem Faden: ein Lehrbuch oder ein Videokurs, der die Reihenfolge vorgibt.
Die ersten vier Wochen Schritt für Schritt
| Woche | Ziel | Typische Hürde |
|---|---|---|
| 1 | Gitarre stimmen, Haltung finden, e-Moll und G sauber greifen | Fingerkuppen schmerzen – nach etwa zwei Wochen bilden sich Hornhaut und Routine |
| 2 | C und D dazu, langsamer Wechsel zwischen zwei Akkorden | der Wechsel dauert noch mehrere Sekunden – das ist normal |
| 3 | einfaches Schlagmuster (abwärts, abwärts-aufwärts) zu den vier Akkorden | die Schlaghand stoppt bei jedem Akkordwechsel |
| 4 | ein erstes vollständiges Lied mit zwei bis vier Akkorden, sehr langsam | Ungeduld mit dem Tempo |
Ein Trick für den Wechsel: Such dir einen „Ankerfinger“, der zwischen zwei Akkorden auf derselben Saite bleiben oder nur rutschen kann. Zwischen G und e-Moll sowie zwischen C und a-Moll gibt es solche Wege, die den Wechsel deutlich beschleunigen.
Acht Gewohnheiten, mit denen du schneller vorankommst
- Täglich kurz statt selten lang. Zehn Minuten jeden Tag bringen mehr als eine Stunde am Sonntag, weil sich die Griffe zwischen den Einheiten nicht wieder verlieren.
- Erst sauber, dann schnell. Eine neue Stelle so langsam spielen, dass sie fehlerfrei gelingt, und das Tempo erst danach steigern – ein Metronom hilft dabei.
- Nur die schwierige Stelle üben. Nicht immer das ganze Lied von vorn, sondern den einen Akkordwechsel, der hakt.
- Gitarre sichtbar aufstellen. Wer sie erst aus der Tasche holen muss, übt seltener.
- Mit Liedern üben, die du magst. Technik allein trägt die Motivation selten über die ersten Monate.
- Fingerspitzen statt Fingerkuppenmitte. Die Finger stehen möglichst senkrecht auf der Saite und dicht hinter dem Bundstäbchen, dann reicht wenig Druck.
- Locker bleiben. Schultern unten, Daumen hinter dem Hals statt darüber geklammert – Verkrampfung ist die häufigste Ursache für schnelle Ermüdung.
- Fortschritt aufnehmen. Alle zwei Wochen ein kurzes Handyvideo; der Vergleich zeigt dir Fortschritte, die du im Alltag nicht bemerkst.
Wie lange und wie oft Übungseinheiten sinnvoll sind, erklärt der Ratgeber Die erste Übungsroutine. Typische Stolperfallen sammelt Typische Anfängerfehler beim Instrumentenlernen.
Selbst lernen, Kurs oder Unterricht?
Die meisten Erwachsenen starten heute mit einem Videokurs oder einem Lehrbuch und holen sich bei Bedarf einzelne Unterrichtsstunden dazu. Für Kinder unter zehn Jahren ist Unterricht mit direkter Korrektur meist die bessere Wahl. Die Lernwege im Vergleich findest du unter Online Gitarre lernen.
Häufige Fragen
Wie schnell kann man Gitarre lernen?
Mit täglichem Üben spielen viele Einsteiger nach vier bis acht Wochen ein erstes einfaches Lied. Flüssiges Begleiten mit Barréakkorden braucht eher ein bis zwei Jahre. Das Tempo hängt stärker von der Regelmäßigkeit ab als vom Alter.
Muss ich Noten lesen können?
Für Liedbegleitung nicht. Akkordsymbole und Tabulaturen reichen für den Einstieg. Wer klassische Gitarre spielen möchte, kommt um Noten allerdings nicht herum – siehe Noten lesen lernen.
Akustik- oder E-Gitarre zum Anfangen?
Nimm die Gitarre, deren Musik du spielen willst. Wer Rock liebt und auf einer Konzertgitarre startet, verliert oft die Lust. Die E-Gitarre ist sogar leichter zu greifen, braucht aber einen Verstärker – mehr dazu unter E-Gitarre lernen.