Baglama lernen

Baglama lernen auf einen Blick: Hier findest du alle Ratgeber zur Baglama (Saz) – vom Einstieg und den Spieltechniken bis zu Kauf und Stimmung.

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Baglama lernen: Einstieg in die Saz für Anfänger

Was die Baglama ausmacht, welche Spieltechniken es gibt und wie die ersten Wochen auf der Saz aussehen.

Baglama kaufen und stimmen: Kurzhals oder Langhals?

Kurzhals oder Langhals, worauf es bei der ersten Baglama ankommt und wie du das Instrument stimmst.

Wo fange ich an?

  • Baglama lernen: Was die Baglama ausmacht, welche Spieltechniken es gibt und wie die ersten Wochen auf der Saz aussehen.
  • Baglama kaufen und stimmen: Kurzhals oder Langhals, worauf es bei der ersten Baglama ankommt und wie du das Instrument stimmst.

Was ist eine Baglama?

Die Baglama, auch Saz genannt, ist das wichtigste Saiteninstrument der türkischen Volksmusik. Sie ist eine Langhalslaute mit birnenförmigem Korpus und meist sieben Saiten in drei Saitenchören. Typisch sind viele Bünde, darunter Vierteltonbünde.

Mit den Vierteltonbünden lassen sich die Tonleitern der türkischen Musik spielen. Im Alltag werden Saz und Baglama oft gleich verwendet. Genau genommen ist Saz der Oberbegriff für die Familie der Langhalslauten, die Baglama ihr bekanntester Vertreter. Den Einstieg beschreibt Baglama lernen: Einstieg in die Saz für Anfänger.

Wie lange dauert es, Baglama zu lernen?

Einfache Melodien gelingen nach wenigen Wochen. Erste Volkslieder spielst du nach einigen Wochen, wenn du zuerst Grundhaltung, Plektrumanschlag und einfache Melodien übst. Anspruchsvoll werden erst später die Vierteltöne und die Verzierungen.

Wenn du schon Gitarre spielst, hast du Vorteile bei der Fingerkoordination. An die anderen Bünde und die Stimmung musst du dich trotzdem gewöhnen. Was im ersten Jahr realistisch ist, zeigt der Ratgeber Realistische Lernmeilensteine im ersten Jahr.

Kurzhals oder Langhals: Welche Baglama passt zu dir?

Für Einsteiger ist eine Kurzhals-Baglama meist die bessere Wahl. Sie hat eine kürzere Mensur und kleinere Bundabstände und ist dadurch leichter zu greifen. Die Langhals-Baglama klingt tiefer und voller und passt eher zu Fortgeschrittenen.

  • Kurzhals (kısa sap): kürzere Mensur, Bünde näher beieinander. Für Einsteiger und schnelle Melodien.
  • Langhals (uzun sap): längerer Hals, tieferer, vollerer Klang. Für traditionellen Klang und Fortgeschrittene.

Welche Ausstattung brauchst du zum Start?

Für den Einstieg reichen eine Kurzhals-Baglama, ein Plektrum und ein Stimmgerät. Beim Instrument achtest du auf saubere Bünde, gut haltende Wirbel und eine niedrige Saitenlage. Eine elektrische Baglama ist für den Start nicht nötig.

  • Korpus: aus einem Stück ausgehöhlt (oyma) oder aus Spänen gebaut (yaprak). Ausgehöhlte Instrumente gelten als hochwertiger, sind aber teurer.
  • Bünde: fest und gleichmäßig gebunden, keine scharfen Enden.
  • Wirbel: halten die Stimmung und drehen sich nicht von selbst zurück.
  • Saitenlage: niedrig genug, damit du nicht zu fest drücken musst.

Kaufen kannst du in Fachgeschäften für orientalische Instrumente, bei spezialisierten Online-Händlern oder direkt bei Instrumentenbauern. Spiel das Instrument wenn möglich vor dem Kauf an oder lass es von einem erfahrenen Spieler prüfen. Alle Kaufkriterien stehen in Baglama kaufen und stimmen: Kurzhals oder Langhals? Ob Mieten, gebraucht oder neu sinnvoll ist, klärt der Ratgeber Instrument leihen, gebraucht kaufen oder neu kaufen.

Wie stimmst du die Baglama?

Am einfachsten stimmst du mit einem chromatischen Stimmgerät zum Anklemmen. Die drei Saitenchöre werden je nach Musikstil unterschiedlich gestimmt. Für den Einstieg übernimmst du die Stimmung, die dein Kurs oder Lehrer vorgibt.

Die verbreitetste Stimmung heißt Bağlama düzeni. Neue Saiten dehnen sich in den ersten Tagen und müssen öfter nachgestimmt werden. Bei regelmäßigem Spielen wechselst du die Saiten alle paar Monate oder wenn der Klang matt wird und die Stimmung nicht mehr hält.

Plektrum oder Selpe: Wie schlägst du an?

Für den Einstieg und die meisten Lieder spielst du mit Plektrum, der Tezene. Sie ist dünn und flexibel. Die Selpe, bei der die Finger der rechten Hand anschlagen und abgreifen, ist eher etwas für Fortgeschrittene.

Die Selpe ist typisch für bestimmte Regionen und Stile.

Unterricht oder Videokurs?

Baglama-Unterricht gibt es vor allem in größeren Städten, oft in Kulturvereinen. Wenn kein Lehrer in deiner Nähe ist, lernst du mit einem Videokurs, der Haltung, Anschlag und Stimmung Schritt für Schritt zeigt.

Die Vor- und Nachteile von Selbstlernen, Apps und Präsenzunterricht vergleicht der Ratgeber Alleine lernen oder Unterricht nehmen?

Wie solltest du in den ersten Wochen üben?

Beginne mit Haltung, Stimmen und einem gleichmäßigen Anschlag auf leeren Saiten. Danach kommen erste Töne auf der Melodiesaite, Ab- und Aufschlag und ein kurzes Volkslied. In der vierten Woche lernst du erste Verzierungen kennen.

  1. Woche 1: Haltung, Instrument stimmen, Plektrum halten, gleichmäßiger Anschlag auf leeren Saiten.
  2. Woche 2: erste Töne auf der Melodiesaite, einfache Tonfolgen.
  3. Woche 3: Rhythmus mit Ab- und Aufschlag, ein kurzes Volkslied langsam.
  4. Woche 4: das Lied im Rhythmus spielen, erste Verzierungen kennenlernen.

Wie viel Üben am Anfang sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber Die erste Übungsroutine.

Häufige Fragen zum Baglama lernen

Ist Baglama schwer zu lernen?

Der Einstieg ist gut machbar, einfache Melodien gelingen nach wenigen Wochen. Anspruchsvoll werden später die Vierteltöne und Verzierungen.

Muss ich Türkisch können?

Nein. Zum Spielen brauchst du keine Sprachkenntnisse. Für den Gesang zu den Liedern ist es hilfreich.

Was ist der Unterschied zwischen Saz und Baglama?

Saz ist der Oberbegriff für die Familie der Langhalslauten. Die Baglama ist ihr bekanntester Vertreter. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet.

Wie oft muss ich die Saiten wechseln?

Bei regelmäßigem Spielen alle paar Monate oder wenn der Klang matt wird und die Stimmung nicht mehr hält.